Schrottbusse am Brandenburger Tor – Ist das Kunst oder kann das weg?

Dieses „Kunstwerk“ (Monument genannt) eines syrischen Künstlers stand vorher in Dresden auf dem Neumarkt. Diese drei Busse sind einer Barrikade im syrischen Aleppo nachempfunden.

Unabhängig von der politischen Diskussion und den wirklichen Hintergründen in Syrien – dieses „Kunstwerk“ ist einfach schlecht gemacht. Auf dem mittleren Bus klebt sogar noch die Sparkassenwerbung. Nun fordert ja niemand Einschusslöcher oder Granatenreste, aber das Ganze wirkt nicht besonders überzeugend, eher lieblos, oberflächlich, mithin populistisch.

Zum Glück wird es Ende November wieder abgebaut.

Meilensäule/ Spittelkolonnaden – Berlin Panorama

Konnte mich nicht entscheiden, ob mir diese Perspektive hier oder die mittige Version besser gefälllt….

Andorra

Auf dem Rückweg aus dem Süden Spaniens erreichen wir nach zwei Tagen die spanisch-französische Grenze. Schon in Spanien haben die ersten Strassenschilder Richtung Andorra zu Überlegungen und (Zeit-)Rechnerei geführt, ob wir daas spontan noch unterkriegen. Kaum in Frankreich, verlassen wir also die Autobahn und fahren in die Pyrenäen Richtung Andorra La Vella. Übrigens die höchstgelegenste Hauptstadt Europas.

Wir schon so oft auf dieser Reise, ist die reine Strecke mit kaum 250 Kilometer eher vernachlässigbar. Da es aber nur bergauf und durch viele viele (enge) Kurven geht, dauert das dann auch wieder vier Stunden. Allerdings kriegt man echt viel geboten auf dieser Strecke, wir sind sehr positiv überrascht: Nur wenig Besiedlung, weite grüne Landschaften, man fährt über etliche Bergpässe und ausnahmslos über sehr gut ausgebaute und gepflegte Strassen. Macht Laune!

Andorra insgesamt ist ein Reiseziel für sich – diesmal jedoch haben wir ausser für ein paar Foto-Stops nicht wirklich Zeit, und sehen zu dass wir nach Andorra la Vella kommen. Dort finden wir schnell einen bewachten Parkplatz, und stromern entspannt ein paar Stunden durch die Stadt. Zum Abend suchen wir einen Parkplatz in den die Stadt umschliessenden Bergen, weil ich ein Stadtpanorama machen will.

Am nächsten Morgen noch ein Pano, und dann gehts auch schon weiter Richtung Berlin.

Landschaftsfotostop unterwegs…

Bei der Ausreise aus Andorra werden wir wieder mal rausgewunken und kontrolliert. Allerdings ist man wesentlich freundlicher zu uns als es die Guardia Civil bei ihren zahlreichen Kontrollen war. Man beschränkt sich auf einen Blick ins Auto, ohne weiter in Taschen oder Schränke gucken zu wollen.

Am späten Nachmittag erreichen wir die Provence, die eigentlich nur „ein kleiner Umweg auf dem Weg nachhause“ sein sollte. Trotz Navi verfahren wir uns total, ausserdem wird das Wetter schlecht, ein starkes Gewitter zerschlägt unsere Idee hier noch ein paar Stunden zu haben.

So bleibt es bei einem Beweis-Panorama vom berühmten Aquädukt von Roquefavour, bevor wir am nächsten Morgen früh den Motor anwerfen und unwillig, aber notwendigerweise Richtung Berlin rollen.

Kaum bei Neuenburg über die Grenze auf der A5 wieder in Deutschland, stehen wir dauernd in langen Staus. Wirklich seltsam – vor über zwei Monaten haben wir Deutschland verlassen, und in Frankreich, Spanien, Gibraltar oder Andorra, nicht einen einzigen Stau erlebt, weder auf Landstrassen noch auf Autobahnen.

Spät abends erreichen wir Crailsheim, wo wir eigentlich Freunde treffen wollten. Das tun wir zwar auch – aus einem gemütlichen langen Abend wird aber nur ein gemeinsames Essen und eine Runde durchs Dorf. Wir sind spät dran, unsere Trödelei sorgt jetzt dafür, dass wir etwas müssen – nämlich Strecke machen.

Die Fahrt von Crailsheim nach Berlin am nächsten Tag verläuft aber problemlos. Schon mittags stellen wir das Auto nach fast genau drei Monaten und etwas über 11.000 Kilometer wieder vor der Haustür in Berlin ab. Es regnet, die Leute sind meist schlecht gelaunt – ein echter Kulturschock. Nach drei Monaten nur draussen und im Auto, fällt es mir darüber hinaus etwas schwer, mich wieder an die Wohnung zu gewöhnen.

In den nächsten Tagen werd ich noch ein paar Worte zur Reise im allgemeinen schreiben – Freiheit, Organisation, arbeiten unterwegs und ein paar outtakes 😉

„Weine nicht dass es vorbei ist, freue Dich dass es passiert ist.“

Panoramen im Berliner Regierungsviertel

Normalerweise ist das Beriner Regierungsviertel an der Spree eine Location, die ich auch sehr gerne für meine Nacht– und Panorama-Workshops verwende. 

Als neulich die sog. „Sondierungsverhandlungen“ nach der Bundestagswahl stattfanden, hiess es für viele Fotografen tagelang, darauf zu lauern dass unsere Volksvertreter sich auf dem Balkon des Reichstagspräsidentenpalais zeigen und huldvoll zum gemeinen Volk herabwinken… Ihr wisst nicht, was das Reichstagspräsidentenpalais ist? Macht nix, wusste ich bis dahin auch nicht, kannte es nur als Sitz der „Parlamentarischen Gesellschaft“. Jedenfalls ist es der Altbau links neben dem Reichstag. Balkon und Hauptsaal (dort sassen die bekannten Gesichter) befinden sich unter der rot erleuchteten Fensterreihe.

Ergebnis: Eine fette Erkältung und genug Bilder aus der Gegend für ein paar Jahre, glaub ich 😉

Berlin Gendarmenmarkt – Panorama

Das bekannte und beliebte Motiv, mal in schwarz-weiss. Morgens um 2 sind dann auch die letzten Menschen dort verschwunden.

Sonnenaufgang in Berlin – Panorama

Wie immer: KLICK auf das Bild für eine grössere Ansicht…

Tarifa

Nach einigen schönen Tagen in Gibraltar bzw dem spanischen Pendant La Linea zuckeln wir weiter nach Tarifa. Die am südlichsten gelegene Stadt des europäischen Festlandes. Es sind kaum 30 Kilometer von Gibraltar aus – und kaum entspannt in Tarifa angekommen, werden wir gleich erstmal wieder von der Guardia Civil angehalten und routinemässig kontrolliert. Man beschäftigt sich intensivst mit unseren Ausweisen und den Fahrzeugpapieren, bemüht ausdauernd das Funkgerät, und läuft dabei etwa zehn mal um das Auto herum. Immerhin verzichteten die freundlichen Herren in Uniform auf einen Blick in den Kühlschrank, man begnügt sich mit einem oberflächlichen Blick ins Fahrzeug…

Aufgrund seiner Lage nahe Afrika, war Tarifa immer wieder Brennpunkt bedeutender geschichtlicher Ereignisse. Sehr viel davon kann man sehen, wenn man durch die Altstadt und entlang der Küste läuft.Der afrikanische Kontinent und sein Rif-Gebirge ist nur 14 Kilometer entfernt und bei gutem Wetter leicht zu sehen.

Im Hafen von Tarifa starten/ enden Fähren nach/ aus Marokko. Den Tagesausflug nach Marokko hatten wir auch vor, und wollten dafür in einem der Läden dort dafür Tickets erwerben. Im ersten Laden gab man uns zu verstehen, dass (angeblich) die nächsten zwei Wochen alles ausverkauft ist. Im zweiten Laden wollte man weder Englisch noch Französisch sprechen, nur Spanisch, was keiner von uns kann. Auch gestikulieren und zeigen mit den Fingern auf die „Angebote“ (in Englisch, Deutsch, Französisch, Arabisch…) hat nicht wie sonst weitergeholfen – man wollte wohl nicht. Sehr ungewöhnlich. Wirklich „witzig“, ein Angebot für Touristen ohne englischsprachiges Personal. Ebenso erging es uns mit den Touren, die Whalewatching anboten: Dort sprach man zwar Englisch, in den nächsten drei Tagen sei aber aufgrund irgendwelcher Wetterverhältnisse leider nicht mit Tierbeobachtung zu rechnen. Okay, immerhin fair dass man uns darauf hinweist, und nicht für absehbar nichts abzockt.

Also erstmal schönen Parkplatz suchen, und dann Altstadt in Ruhe angucken:

Strassenname in der Altstadt von Tarifa 😉

Tarifa ist einer der Hotspots in Europa für die Kiter/ Surferszene. Das ist aber längt auch eine Massenveranstaltung – zu jeder Zeit stapeln sich die Surferbusse auf den Parkplätzen, sind die Strände mit Surfschulen und ihren Schülern gut belegt.

Wir finden ein sehr leckeres und angenehm etwas abseits gelegens Restaurant, lassen den Tag später am Ende der Hafenmole mit spanischem Bier und Blick auf den Leuchtturm von Tarifa ausklingen. Als wir so die Lichter von Afrika im Hintergrund sehen, ärgere ich mich doch darüber, dass man uns zwei Touris nicht spontan auf einer der Fähren unterbringen kann, und wir beschliessen, da morgen in diesem Laden nochmal nachzuhaken.

Der Plan zerschlägt sich aber – alle Läden haben bis um 14 Uhr geschlossen. Okay, es soll wohl nicht sein….ärgerlich, aber nicht zu ändern, wozu aufregen oder noch Zeit verschwenden. Ein paar Kilometer von Tarifa entfernt soll es eine historische Ruinenstadt der Römer direkt am Mittelmeer geben. Da wir keine Lust haben, faul am Strand rumzuliegen, erscheint dies als lohnenswertes Ziel. Die Ruinenstadt heiss „Baelo Claudia“ und liegt direkt an einem schönen weitläufigen Strand, zu dem auch noch das offizielle Naturdenkmal „Sanddüne“ gehört. Die ist zwar „effektiv“ nur etwa 30 Meter hoch, aber irgendwie fordert das hochstapfen dort richtig Kraft.

Blick von der Düne:Endlose Pinienwälder….

Die Ruinen und ein Museum zu der Römerstadt „Baelo Claudia“, seinerzeit wohl ein gesellschaftliches und wirtschaftliches Zentrum in der Gegend, können von EU-Bürgern kostenlos besichtigt werden (weil die EU die gesamte Ausgrabung bezahlt, wie man erfährt). Man will unsere Ausweise sehen, und wir dürfen uns dann auf dem weitläufigen Gelände frei bewegen. Ich schrieb es ja irgendwo während der Reiseberichte hier schonmal – ich für mich bin ja überzeugt im falschen Jahrhundert oder Jahrtausend geboren zu sein 😉 Und wenn ich dann so über die freigelegten Steine einer 2000 Jahre alten Strasse oder durch die Säulengänge von Tempelresten gehe, vor meinem inneren Auge so einen Römer in seiner Tunika geschäftig entlangschreiten sehe, oder Händler ihre Fische feilbieten, weiss ich auch wieder warum 😉 Wer also mal dort in der Gegend ist – so oder so unbedingt angucken!

Da wir einen schönen Parkplatz und genug Vorräte an Bord haben, beschliessen wir, für heute hier zu bleiben und verbringen den Tag doch noch am Strand und vor allem im Wasser 😉 Abends ist der kilometerlange Strand fast menschenleer, und wir geniessen Ruhe und Freiheit.

Am nächsten Morgen herrscht sehr starker Wind. Wir haben noch genau 7 Tage bis wir wieder in Berlin sein müssen, das Navi sagt runde 3200 Kilometer Strecke. Da wir eigentlich gar nicht weg wollen, auf die Rückfahrt aber auch keine Lust haben, aber auch wissen was da vor uns liegt, kurven wir dort noch ein bisschen durch die Gegend. Allerdings schon irgendwie unmotiviert, immer die anstehende notwendige Rückfahrt im Hinterkopf. Inzwischen ist es auch überall recht voll geworden, mal spontan irgendwo Parken wird auch immer schwieriger. Und als die Guardia Civil uns mittags in Trafalgar anlasslos nochmal eingehend kontrolliert, reicht es dann. Als ob wir wie Flüchtlingshelfer aussehen *grummel*. Wir befüllen das Auto und die Vorräte, unser schöner Parkplaz in Tarifa ist noch/ wieder frei – ein letzter Tag und eine letzte Nacht noch, bevor es Richtung Heimat geht.

Über den sehr wichtigen offiziellen Wegscheucher mit seinem Quad am nächsten morgen um 6 Uhr, der alle Parker mit lautem ans Auto klopfen aufweckt, sie betont grimmig anguckt, Fotos von den Fahrzeugen macht und sich Autonummern aufschreibt, lachen wir nur noch. Ein Strafzettel dazu ist übrigens nie gekommen.

Innerhalb von zwei Tagen sind wir an der spanisch-französischen Grenze und beschliessen dort spontan, einen Umweg über Andorra zu machen.

Frankfurt/ Main – Skyline

Immer eine Reise wert

Berlin Breitscheidplatz Panorama

Noch eine etwas andere Version, eine halbe Stunde vor der blauen Stunde.

Regensburg Skyline Panorama

Leider leider bei wirklich schlechtem Wetter. Da kann man nix machen…