Schrottbusse am Brandenburger Tor – Ist das Kunst oder kann das weg?

Dieses „Kunstwerk“ (Monument genannt) eines syrischen Künstlers stand vorher in Dresden auf dem Neumarkt. Diese drei Busse sind einer Barrikade im syrischen Aleppo nachempfunden.

Unabhängig von der politischen Diskussion und den wirklichen Hintergründen in Syrien – dieses „Kunstwerk“ ist einfach schlecht gemacht. Auf dem mittleren Bus klebt sogar noch die Sparkassenwerbung. Nun fordert ja niemand Einschusslöcher oder Granatenreste, aber das Ganze wirkt nicht besonders überzeugend, eher lieblos, oberflächlich, mithin populistisch.

Zum Glück wird es Ende November wieder abgebaut.

Brandenburger Tor Berlin – Panorama

Eigentlich das Ergebnis eines meiner Panorama–Workshops. Der hatte zuerst wegen dem Regen-Wetter viel zu spät angefangen. Die Truppe hat aber so gut gepasst, dass es echt spät geworden ist, und zwei von vier dann morgens um 1 Uhr noch mit zum Tor sind. Endlich mal keine Bühnen, keine Demonstrationen, keine Menschenmassen…. Trotzdem hat es fast eine Stunde gedauert, bis dann wirklich mal NIEMAND auf dem Platz war. Kein Auto mehr den Bogen vor dem Tor fuhr (eigentlich sowieso verboten), kein Radfahrer durchs Tor geradelt kam (warum haben die da eigentlich alle immer grelles Licht am Fahrrad, während ich auf den normalen Strassen immer nur Radfahrer nachts ohne Licht sehe…), keine Busreisegesellschaft sich zur Selfieorgie einfand.

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Alles eine Frage der Perspektive: Brandenburger Tor

Jeder kennt wohl den Spruch:“ Es ist schon alles fotografiert – nur nicht von jedem.“ Und irgendwie ist ja auch schon alles gesagt…und trotzdem haben die meisten Menschen heute immer noch was zu reden 😉

Will sagen: Natürlich sind die bekannten Spots (weltweit…) wirklich buchstäblich totfotografiert. Und wenn einer mal was neues entdeckt und das im Netz die Runde macht, fotografieren viele es einfach von fast derselben angenommenen Position nach. Immer schön zu beobachten wenn man sich den Spass macht an so einem Spot mal entspannt zu sitzen und die Leute mit ihren Kameras zu beobachten. Nur wenige versuchen wenigstens mal, so ein Motiv schon beim fotografieren auch mal anders in Szene zu setzen, mit einem anderen Vordergrund, anderer Bildgestaltung, Unschärfen, ungewöhnlicher Schnitt, nur einen Teil des Motives ins Bild setzen und was es so alles an unendlichen Möglichkeiten gibt. Manchmal genügt schon eine Veränderung der Aufnahmehöhe oder irgendeinen typischen Gegenstand am Motiv mit ins Bild einzubeziehen.

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Wenn ich mit meinen Foto-Workshops unterwegs bin, erzähle und zeige ich meinen Leuten das immer gern an den typischen Berliner Motiven, und ermuntere sie beim fotografieren selber frei und kreativ zu sein, sich nicht immer an den bekannten Bildern aus den einschlägigen Fotoforen zu orientieren. Ganz schnell kommen dann plötzlich sehr erstaunliche wirklich tolle Ergebnisse und grosse „AHA-Erlebnise“ innerhalb der Workshop-Gruppe, die sich dann auch noch ganz sportlich selber gegenseitig übertreffen möchte ;-).

Nun will ich ja nicht behaupten, dass die Aufnahmen in diesem Beitrag vom Brandenburger Tor die absoluten Ausnahmefotos sind ;-), aber sie sollen beispielhaft ein paar Möglichkeiten zu neuen anderen Perspektiven zeigen.

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