Wahlkampfveranstaltung mit Bundeskanzlerin Merkel in Berlin Lichterfelde

Reine Pressejobs mach ich ja nicht so oft. Gestern war aber mal wieder einer – eine Wahlkampfveranstaltung mit der Kanzerin und der Berliner CDU auf dem Lichterfelder Kranoldplatz. Eher Berliner Provinz 😉

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Was auffiel: SEHR viel Polizei, auch auf den Dächern, ebenso auffällig viele Zivilbeamte (u.a. die mit dem unauffälligen Knopf im Uhr). In einem abgesperrten Bereich direkt vor der Bühne das CDU-treue Stammpublikum, meist älteren Jahrgangs. Die Klatschhasen sehr jungen Schülerinnin und Schüler, die die Wahlkampfschilder hochhalten mussten, wurden vorher ausdrücklich zur Meinung und gebrieft, und waren kaum alt genug, um zu verstehen was sie da tun.

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Im „Vorprogramm“ traten dann ein paar Provinzpolitiker auf, die keiner kennt und die man bisher auch nicht an ihren Taten oder Ergebnissen wahrgenommen hat. Dennoch versprachen sie wie immer Wahlkampf-lautstark genau das für die Zukunft, was sie bisher nicht geschafft haben. Wie immer huldigte man sich in erster Linie selber. Allgemeines Gelächter verursachte dann u.a. die Aussage, man „hätte die Probleme in den Berliner Bürgerämtern ja jetzt im Griff“ – wer in letzter Zeit mal einen neuen Pass, Personalausweis oder ähnliches aus einem Berliner Bürgeramt benötigte, kann da leider nur noch abwinkend lachen….

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Als ein sichtlich angespannter CDU-Henkel sprach, wurde der Protest schon lauter auf dem Platz.

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Als die Kanzerlin anfing zu reden, entbrannte ein 30-minütiges Dauerfeuer an Trillerpfeifen, „Lügner“-, „Volksverräter“- und ähnlichen Sprechchören. Wie immer, hat sie aber stur und unbeeindruckt ihre Rede durchgezogen. Als sie damit fertig war, hat sie sich auch hier nicht mehr, wie in vorangegangenen Wahlkämpfen und Veranstaltungen, zum Händeschütteln unters Volk gemischt, sondern ist von der Bühne ins Auto und eiligst entschwunden.

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Die in manchen Pressepublikationen genannte „aggressive Stimmung“ auf dem Kranoldplatz, sogenannte „störende Sprechchöre“ oder gar „Rechtspopulismus“ konnte ich nicht wahrnehmen. Auf dem Platz und drumherum waren vielleicht 1500 Leute. Meine Einschätzung zur Stimmung ist, dass etwa 300 davon sichtbar Pro-CDU waren, etwa 200 haben ihren Unmut lautstark oder mit Plakaten kundgetan, und der Rest stand mehr oder weniger schweigend und hat sich das ganze angehört und angeguckt.

Ja, das Publikum hat seine Meinung gesagt, entsprechende Plakate hochgehalten und auch untereinander diskutiert. Das ist das gute Recht aller Bürger. Ausser einer Person, die einem Besucher die Trillerpfeife mit einem Fausthieb aus dem Gesicht schlug und einer älteren Dame, die einen an seinem Plakat erkennbaren Merkelgegner gefragt hat ob „wir“ wirklich „wieder Lager und Gaskammern für die Moslems wollten“, ist mir aber sonst nichts besonderes aufgefallen.

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Meiner persönlichen Meinung enthalte ich mich hier wie immer ausdrücklich.


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