Das Fazit

Ein paar abschliessende Gedanken noch, zur dreimonatigen Fototour durch Südeuropa in diesem Jahr.

Freiheit – abendlicher Blick aus dem Autofenster am Cap de Creus in Spanien

Die Strecke

Von Berlin aus ging es in zahlreichen Etappen, Umwegen und Extratouren mit dem Auto bis Tarifa am Südzipfel Spaniens, und wieder zurück. Wir sind in fast genau 90 Tagen insgesamt etwas über 11.000 Kilometer gefahren. Unfall- und Pannenfrei, glücklicherweise, und haben dafür 1015 Liter Bezin verbraucht sowie insgesamt 272 Euro MAUT in Frankreich, Spanien und Andorra bezahlt.

Die folgende „Liste“ der Etappen gibt nur die wesentlichen Zwischenziele wieder. Wir haben wohl tausende Dörfer und Wahrzeichen abgefahren, uns oft auch im Nirgendwo verkrochen, oft geplante und ungeplante Zwischenstops oder spontane Übernachtungen eingelegt. Im Wesentlichen gings aber da entlang:

Berlin – Süddeutschland/ Burg Hohenzollern

Süddeutschland – Südwestfrankreich (Cote Vermeille)

Südwestfrankreich – Spanien/ Cap de Creus

Cap de Creus – Barcelona

Barcelona – Valencia

Valencia – Toledo

Toledo – Castillo de Almonacid

Castillo de Almonacid – Granada (Alhambra)

Granada – Fuengirola (Castillo de Sohail)

Fuengirola – Ronda (Andalusien)

Ronda – Gibraltar

Gibraltar – Tarifa

Tarifa – Andorra

Andorra – Frankreich/ Provence – Crailsheim – Berlin

Das Auto

Unterwegs waren wir die rund 11.000 Kilometer mit einem Mercedes Viano Camper. Der gehört Freunden, wir haben uns geeinigt – offiziell so ein Fahrzeug drei Monate mieten ist wirtschaftlich nicht sehr sinnvoll. Das Fahrzeug selbst entsprach ganz meinen Vorstellungen: Dezente Farbe, nicht auf den ersten Blick als Camper zu erkennen, viele kleine Gadgets und ansonsten alles, was man im Sommer zum Leben im Auto braucht (und das ist nicht besonders viel, dazu am Ende des Textes mehr). Ich mag ja eigentlich diese ausgebauten Kastenwagen älteren Baujahres, so mit Stehhöhe, Charakter und so. Unser „Leihwagen“ hatte aber mit reichlich Leistung, Automatikgetriebe und dem aufgrund der Bauweise guten Handling so einige Annehmlichkeiten, die wir echt schätzen gelernt haben. Die Berge hoch durch enge Kurven in Andalusien – entspanntes cruisen dank Fahrzeuggrösse und reichlich Leistung mit Automatikgetriebe. Enge Dorfdurchfahrten – kein Problem. Parkplatz bei LIDL oder Supermarchè – eine leichte Übung. Strandparkplätze haben in Frankreich und Spanien oft Höhenbeschränkungen von 1,90 Meter – auch kein Problem für so ein Fahrzeug, wo dann die grossen Fahrzeuge eben woanders parken müssen. Mautkosten, Benzinverbrauch, zügiges Fahren auf der Autobahn wenn es denn sein muss – alles Momente wo ich oft froh über das „kleine“ Auto war. Gefehlt hat uns nichts. Selbst wenn man sich für solche Touren Hotels/ AirBNB’s leisten will – nichts topt die Freiheit, irgendwo wo es einem gefällt einfach zu parken und zu übernachten. Freiheit pur.

Habe solche Reisen als Single auch schon in einem normalen Kombi gemacht – zu zweit wäre das für drei Monate aber eher uncool. Unterwegs triffst man alles andere: Leute die mit Mofa und Anhänger ihre Reise machen, bis zum Besitzer voll ausgebauter Koffer-LKW mit allem drum und dran. Wir waren ein paar Mal bei solchen Zufallsbekanntschaften in solche Fahrzeuge eingeladen. Sehr schön was da alles drin ist. Und die Betonung liegt auf „alles“ 😉 Ob ich das auch haben will, ist eine andere Frage, denn das muss auch alles gepflegt und herumgefahren werden, kann kaputt gehen. Und so einen 10+ -Tonnen-LKW möchte ich nicht über enge Strassen zirkeln müssen. Muss wohl jeder für sich selber entscheiden.

Pannen hatten wir glücklicherweise keine, lediglich die Klimaanlage im Van war schon in Deutschland kaputt. Das haben wir in Spanien reparieren lassen, fanden wir nützlich, bei dauerhaft über 40 Grad 😉

Eine offizielle Strasse den Berg hoch in Frankreich, immerhin auf 2,8t begrenzt ;-). Wir haben an dieser Stelle kapituliert, sind zwei Kilometer rückwärts gefahren da keine Wendemöglichkeit bestand,und am nächsten Tag hochgelaufen. Uns kam von oben tatsächlich ein VW-Bus entgegen…

Arbeiten unterwegs

Was Internet angeht, ist Deutschland tatsächlich ein Entwicklungsland. Auf jedem abgelegenem Zipfel in Frankreich und Spanien hat es Netz –  3G, oft 4G, selbst in den Bergen Andorras war volle Versorgung. Da ich (leider) nicht drei Monate ganz abtauchen kann, habe ich dank mobilem Internet mit WLan-Router und Zusatzantenne sowie jeweils lokalen preiswerten prepaid-Simkarten unterwegs mein kleines Unternehmen zumindest am Laufen gehalten. Emails beantworten, Termine und Angebote gemacht, das ein oder andere Bildchen verschickt, in der Hauptsache.

Dies passierte aber nicht in so etwas wie regelmässiger Arbeitszeit, sondern meistens irgendwann nachts, weil man bei 40 Grad eh nix wirklich Vernünftiges zustande bringt. Tagsüber haben wir versucht, endlich mal ohne Handy zu „leben“. Dieses ständige checken nach Mails und so, nervt einen ja schon selbst. Man kann eh nicht sofort reagieren, und meistens ist es ausserdem eben doch auch nicht „so wichtig“, dass man sofort reagieren muss. Also haben wir geübt, die Telefone tagsüber ganz ausgeschaltet zu lassen 😉

Dümmste Tat

Irgendeine Tankstelle in Frankreich: Wir fahren von der Autobahn ab, um eben zu tanken. Also anhalten an der Zapfsäule, aussteigen, Tankklappe auf, Tankverschluss rausdrehen, den auf das Autodach legen. Der Verschluss ist nicht per Sicherungsdraht mit dem Auto verbunden, scheinbar ist diese Plastikschnur dafür unseren Freunden mal kaputt gegangen. Egal – es war ja nicht der erste Tankstop den wir mit diesem Auto gemacht haben. Tank also irgendwann voll, Klappe zu, bezahlen gehen. Wieder einsteigen und zurück auf die Autobahn – wieso riecht das im Auto plötzlich so nach Benzin?! Es hat ein paar Kilometer gedauert, bis ein Parkplatz auf der Autobahn kam – und tatsächlich: Ich Idiot hatte den Tankverschluss auf dem Autodach liegen lassen, irgendwo muss sie heruntergefallen sein.

Erstmal 10 Minuten Frust schieben, einen Lappen in die Tanköffnung stopfen, dann beschliessen wir, zur Tankstelle zurück zu fahren. Immerhin besteht ja eine geringe Hoffnung, dass dort irgendwo beim Losfahren der Verschluss vom Dach gefallen ist und da nun irgendwo rumliegt. Dumm nur, dass die nächste Abfahrt und damit nächste mögliche Wendestelle ganze 150 Kilometer weiter lag. Immerhin haben sich am Ende die unfreiwilligen Extrakilometer gelohnt – den Tankverschluss hab ich an der Autobahnauffahrt wieder gefunden 😉

Trotzdem…dümmer gehts nimmer, und ich kann das nichtmal jemanden vorwerfen. Und das dem Tag, an dem wir die eh schon lange Etappe von Süddeutschland in den Südwesten schaffen wollten…

Witzigstes Erlebnis

Eine Wiese in der Nähe von Tarifa, direkt neben einer Pferdekoppel. Locker verteilt parken diverse Reisemobile auf der grosszügigen Fläche. Irgendwann wache ich nachts auf, bilde mir ein, Pferdehufe und Schnauben zu hören, sehr dicht am Auto. Da mir die Pferdekoppel neben dem Parkplatz bewusst war, stufe ich das verschlafen als „keine Gefahr“ ein, und schlafe wieder ein. Um 5 Uhr wachen wir beide von den Pferdchen auf – irgendwie ist es den etwa 12 Tieren gelungen, das Tor ihrer Koppel zu öffnen (oder es war nicht richtig geschlossen). Alle Tiere laufen gemütlich auf der Wiese herum und „begutachten“ die parkenden Fahrzeuge, schüffeln an ihnen herum (auf der Suche nach Futter?), versuchen ihre langen Nasen durch die offenen Fenster zu stecken. Kein Mensch ist zu sehen, alle liegen entspannt in ihren Fahrzeugen und schlafen (oder amüsieren sich, wie wir 😉 ). Um 6 Uhr rollt der Besitzer an, sammelt seine Tiere ein und bastelt danach eine halbe Stunde am Tor seiner Koppel herum 😉

Komischstes Vorkommnis

Als wir in Valencia sind, verbringen wir zwei Nächte an Strand von El Saler, was keine 10 Kilometer ausserhalb der Innenstadt liegt. Parken direkt am weitläufigen Strand – toll!- denken wir.

Parken direkt am Mittelmeer – in Spanien noch gelegentlich möglich

Zwar wundern wir uns über den ständigen hin- und herfahr-Autoverkehr, und irgendwann fällt uns auf, dass in den Fahrzeugen meist nur ein Mann sitzt, denken uns aber zunächst nichts dabei. Dutzende Reisefahrzeuge parken hier weit verteilt. An unserem ersten Tag dort ist alles ruhig, am zweiten Abend – ein Freitag- können wir nachts nicht schlafen und liegen im Auto und quatschen so rum. 50 Meter weiter feiern irgendwelche Leute ein Party mit lauter Musik. Wir hören nicht, dass zwei normale PKW zu uns angerollt kommen, ohne Licht. Erst als einer der Pappnasen aus diesen Autos  sein Gesicht an die Heckscheibe unseres Autos drückt um reinzugucken, werden wir aufmerksam…. Als der Typ realisiert, dass sich in unserem Auto was tut, tritt er einen Schritt von der Scheibe zurück, geht aber nicht ganz weg. Na das hat noch gefehlt. Die Scheiben sind maximal getönt, was hat er sich davon nachts überhaupt versprochen zu sehen, und was will er jetzt noch?! Mit zwei Schritten bin ich in der Fahrerkabine, mache alle Aussenlichter an und drücke ausdauernd die Hupe, ausserdem belegen wir ihn mit einem Schwall Schimpfworte durch die halb offenen Scheiben. Der Typ im anderen Fahrzeug, der scheinbar gar nicht erst ausgestiegen war, fährt rückwärts und ohne Licht weg. Zum Glück folgt ihm sein Spannerkumpel dann umgehend, ebenfalls ohne Licht. Sehr merkwürdig.

Jetzt sind wir hellwach, und es ist klar: Hier können wir nicht bleiben, die kommen vielleicht wieder, stechen uns die Reifen platt oder sowas. Also fahren wir da weg und finden kurze Zeit später in Valencia auf einem wirklich grossen Parkplatz vor einem Krankenhaus ein neues Plätzchen. Doch zu früh gefreut: Wir geraten vom Regen in die Traufe, kaum dass wir in einer Ecke geparkt und uns wieder beruhigt haben, beginnt um 2 Uhr nachts die „Dorfjugend“, ihre Fahrzeuge dröhnenden Beschleunigungstests über die gesamte Parkplatzlänge zu unterziehen. Nochmal umparken haben wir trotzdem keine Lust, wir werden in dieser Nacht kein Auge zumachen…

Immerhin kriegen wir dank Google raus, dass der Strand bei El Saler ein beliebter und stark frequentierter (ach was!) Treff für schwule Männer ist. Das erklärt dann jetzt auch den beständigen Autoverkehr tagsüber, und ein stückweit die beiden Typen an unserem Auto. Auch wenn ich bis heute nicht verstehe, was die sich davon erhofft haben, durch eine getöne Scheibe nachts zu sehen zu bekommen. Oder waren die beiden doch auf einen Einbruch aus? Man weiss es nicht.

Nervige Kontrollen

Am nervigsten waren eindeutig die zahlreichen Kontrollen der Guardia Civil in Spanien. Habe ich so noch nie erlebt auf solchen Reisen. Wir sind in Spanien insgesamt elf mal anlasslos angehalten worden, und einmal noch weil wir zu schnell gefahren waren und Sofortkasse dafür leisten mussten. Ausnahmslos unfreundlich und angeblich nicht ein Wort englisch sprechend, hat man jedesmal unsere Papiere und das Auto intensiv gefilzt. Ich sehe es ein wenn man uns wegen Geschwindigkeitsübertretung im Strassenverkehr stoppt und kontrolliert, per Funkgerät abfragt ob das Fahrzeug als gestohlen gemeldet ist oder unsere Namen zur Fahnung ausgeschrieben, nebenher auch einen Blick ins Fahhrzeug selbst wirft.Der Eigentümer des Fahrzeugs lt. Fahrzeugschein bin ja nicht ich – es war witzig zu beobachten, wie jedesmal die Augenbrauen hochgingen, wenn der Polizist die Papiere erhalten hat und diese Tatsache versuchte zu realisieren. Die Kopie des formalen Mietvertrages (auf Deutsch) für das Auto, den wir mit unseren Freunden ausgefüllt hatten, haben die spanischen Polizisten immer besonders lange angestarrt 😉

Wa also sollen diese übertriebenen und unfreundlichen Razzien in unserem Auto? Dachten die wir sind Schlepper und fahren Flüchtlinge im Van umher? Und warum will man dann in den Kühlschrank gucken?! Man man.

In Andorra wurden wir bei der Ausreise aus dem Land auch kontrolliert – dort war man freundlich, sprach Englisch und wollte eben nur einen Blick ins Auto werfen. Kein Problem. In Frankreich hatte mal ein Auto der Gendarmerie neben uns gehalten, als wir auf einem Parkplatz im Auto rumgeräumt haben: Drei französiche Polizisten drin, der Fahrer sagte irgendwas zu mir. Mein Französisch ist faktisch nicht vorhanden, also sagte ich freundlich lächelnd zu ihm „Bonjour“ und „in english please“. Das wiederrum sprach (typischerweise) wohl keiner der drei, also sind sie freundlich grüssend gleich wieder abgezogen. War wohl doch nicht so wichtig, die Kontrolle 😉

Da wir ja in Spanien im wesentlichen dem Küstenverlauf gefolgt sind, bleibt als einzige Erklärung für die nervige Guardia Civil so eigentlich nur die Probleme um die Flüchtlingskrise, die auch im Süden Spaniens dauergegenwärtig ist. Dazu der Van, der zunächst nicht wie ein Camper aussieht, dazu seine dunkelst getönten Scheiben hinten – möglicherweise fielen wir damit in ein bestimmtes Raster. Trotzdem, ein bisschen netter hätten die Herren schon sein können, denn wir waren es IMMER.

Sicherheit

In diesem Zusammenhang mal ein paar wenige Worte zur sogenannten „Sicherheit“ auf solchen Touren.

Ich für meinen Teil bin jetzt seit ca. 15 Jahren ein Autoreisender und Camper, der nie auf Campingplätze fährt. In diesen 15 Jahren gab es genau zwei Situationen, dass ich jemand für meine jeweiligen Autos intressiert hat (die bisher nie in irgendeiner Form an einen typischen Camper erinnert haben). Beide Male in Ballungsräumen. Eine konkrete „Gefahr“ oder Angriff bestand glücklicherweise noch nie, von Unfällen, Einbrüchen oder gar Überfällen bin ich/ wir gottseidank bisher verschont geblieben. Ich versuche das Fahrzeug immer so abzustellen, dass der Stress erst gar nicht aufkommt. Das gelingt nicht immer auf Anhieb, doch wirklich nachts umparken musste ich bisher auch diffusen „Sicherheitsgedanken“ erst DREI mal, inclusive der zuvor geschilderten Situation in Valencia.

Je einsamer man parkt, desto geringer ist das Risiko, wenn man ein bisschen mitdenkt. Natürlich kann man nichts ausschliessen, aber dann dürfte ich auch meine Wohnung nie verlassen. Auch Angst vor grösseren oder kleineren Tieren muss man kaum haben. Ich hatte schon Eidechsen im Auto, Mücken und andere merkwürdige Insekten gibts auch überall, grössere Tiere meiden menschliche Nähe meistens eher sowieso oder stellen keine Gefahr da. Im Niemandsland in Spanien haben wir ein paar mal wegen der Hitze nachts mit offenen Türen geschlafen (alles Wertvolle war da aber so im Auto verstaut dass einer das ganze Auto hätte ausräumen müssen um es zu finden). Riskant? Vielleicht, aber wer soll da nachts vorbeikommen und einen meucheln, jeder der zB zeltet trägt das gleiche Risiko. Und mitten in einer Stadt oder wo mehr Leute sind, würde ich das Auto eh nachts nicht auflassen.

Wenn wir das Auto irgendwo geparkt haben, um eine längere Wanderung zu machen, haben wir aber IMMER die relativ schweren Foto-Rucksäcke mitgenommen. Manchmal habe ich das Zeug verflucht, wer will das schon 10 Kilometer den Berg hochschleppen oder bei 35 Grad 4 Stunden am Strand entlang. Das Zeug im Auto zu lassen, hätte mir aber jede Ruhe genommen, auch wenn wir am Ende der Tour teilweise inkonsequent wurden, und zB die Laptops im Fahrzeug versteckt haben. Darüber hinaus haben wir angefangen, das eh schon unauffällige Auto (insbesondere die frei einsehbare Fahrerkabine) bewusst und gezielt zu „vermüllen“, zB mit leeren Getränkeflaschen, Keksverpackungen usw, alles was eben nicht anfängt zu stinken oder sich untereinander zu vermehren. Auf diese Art wollten wir einen „ungepflegten“, ärmlichen Eindruck (ja ja ich weiss, Mercedes Viano…;-) ) erwecken, und potentielle Diebe darüber zu informieren, dass wir nichts im Auto haben was den Bruch lohnt. Passiert ist wie gesagt noch nie was, entsprechende zerschlagene Fensterscheiben, Geschichten anderer usw aber hab ich schon genug gehört und gesehen – das brauche ich nicht.

Das grösste Risiko ist wahrscheinlich der Strassenverkehr…

Irgendwo im Nirgendwo – tagelang keine Menschenseele, und erst Recht keine „Gefahr“

Müll

Noch eine Sache ist uns in Spanien besonders negativ aufgefallen. Je weiter man nach Süden kommt, desto mehr Müll liegt auf den Strassen rum. Also nicht nur mal ein Sperrmüllhaufen weil jemand umgezogen ist, sondern richtig Hausmüll, überall. Plastikflaschen (Pfandsystem gibt es eh nur in Deutschland), benutztes Klopapier, Becher und Tüten aus Fastfood-Restaurants, alles was eben Hausmüll ist. Zwar stehen überall Müllcontainer herum, man muss sein Zeug da nur reinwerfen – für viele aber scheinbar ein unüberwindliches Hindernis. Wir haben in Andalusien ein umgepflügtes Feld gesehen, da guckten die Plastikflaschen aus der Erde, und das war keine Ausnahme. Umgekehrt fällt es auch sofort auf: Fährt man ostwärts, bemerkt man sofort die immer sauberer werdenden Strassen.

Trotz Mülltonnen überall – Müll liegt vor allem im Süden Spaniens überall auf den Strassen

Was bleibt…

Wir haben drei Monate unglaublich viel gesehen und unternommen, viele viele nette Menschen kennengelernt und die völlige Freiheit genossen. Zwar gab es anfangs sowas wie einen „Plan“ für die Tour – der war aber eigentlich schon nach zwei Wochen hinfällig. Das macht aber nichts: Im Rückblick hätte es uns nicht wirklich mehr gebracht, das straffer und disziplinierter durchzuziehen. Überall nur mehr oder weniger durchhetzen, Kilometer fressen und so, das muss nicht sein. Was hätten wir von Portugal gehabt, das wir dieses mal  „opfern“ mussten, wenn 3 Tage für die Algarve und 3 Tage für Lisssabon bleiben?! Nö, dann lieber nochmal extra dahin oder nächstes Mal gleich 6 Monate auf Tour 😉

Unzählige Zeitgenossen sind inzwischen Dauerreisende in ihren Fahrzeugen aller Art, ein paar davon dürften wir unterwegs kennenlernen. Manche sind Rentner, wenige reich, viele arbeiten nebenher auf Reisen, das 21. Jahrhundert und seine Technik, vor allem das Internet, machen es möglich.

An Fahrzeugen scheint dabei alles möglich zu sein: Da war der Franzose mit seinem Mofa samt Anhänger, in dem sein Zelt, sein bisschen Zeug und seine beiden Hunde (Marke Zaunhupe, also kleine Tiere) quer durch Frankreich gekarrt wurden. Zweimal haben wir netten Kontakt zu Leuten mit jeweils umfangreich ausgebauten riesigen LKW gehabt. Viele Kastenwagen aller Grössen, Baujahre und Ausstattungen, manche reisen alleine, viele zu zweit, manchmal mit Kindern, ausserdem kommen Dachzelte auf normalen PKW wieder in Mode. Die „klassischen“ Wohnmobile mit Alkoven usw gefallen mir überhaupt nicht. Da ist zwar irgendwie alles drin was man braucht, aber sie sind für mich optisch langweilig, weiss geht sowieso gar nicht, ausserdem Massenware.

Das bringt mich zum nächsten Thema – was braucht man wirklich…? Ich bin ja grundsätzlich ein grosser Anhänger des materiellen Minimalismus. Hier wie dort kann man feststellen: Man braucht fast nichts. Meine allererste Autoreise vor langen Jahren, seinerzeit in einem normalen Golf – ich hatte einen Rucksack mit Klamotten dabei, meinen Fotorucksack, eine Kühlbox ohne Strom, ein Buch – wirklich gefehlt hat in den sechs Wochen damals nichts. Okay, inzwischen versorge ich mich unterwegs etwas besser selber, und ein paar andere nützliche Sachen sind hinzugekommen…der Spruch „collect moments, not things“ gilt aber immer und besonders.  (reichlich Solar-)Strom gibts im Auto und Wasser aus dem Kanister – geht sicher luxuriöser und ist im Winter sicher nicht so einfach, erfüllt aber für Sommercamper seinen Zweck. Ausser den Kochutensilien hatten wir auch diesmal nicht wirklich viel mehr dabei: Jeder einen Rucksack mit Klamotten und so, einen Fotorucksack incl. Notebook und ein bisschen Technikkram fürs Auto (Router usw). Da ich in Barcelona drei Tage einen Job hatte, musste ich auf dieser Reise ausnahmesweise bestimmte Fototechnik dabei haben und anschliessend spazieren fahren die ich normalerweise nicht dabei hätte, ausserdem ein paar ordentliche Klamotten. Das im Auto nach Barcelona unsichtbar bis Zuhause zu verstauen, war natürlich kein Problem. Also was hat uns gefehlt: Genau NICHTS. Das war keine neue oder gar überraschende Erkenntnis für uns, ist aber immer wieder faszinierend.

Ein Pärchen aus Spanien, das in diesem (überladenen) Sprinter lebt, wie sie uns später erzählt haben. Wir haben nicht gefragt, warum sie dann auf Pappe auf dem Asphaltparkplatz schlafen und soviel Zeug auf dem Dach spazieren fahren.

So gehts auch – einer aus München irgendwo in Spanien 😉

Nach jeder längeren Reise finde ich zuhause noch was, was ich nicht brauche 😉 – inzwischen ist das aber so „optimiert“, dass ich mich damit kaum noch beschäftigen muss. Für solche Reisen mit einem Auto gilt: Weniger ist mehr, jeder muss seine persönliche Balance zur Grösse des Autos und dem mitgenommenen Zeug finden. Auch ist es sicherlich ein Unterschied, ob man ein paar Monate im Sommer im warmen Südeuropa rumtourt und das „Wohnzimmer“ letztlich „draussen“ ist, oder ob man dauerhaft im Fahrzeug lebt oder damit zB  in Skandinavien unterwegs ist.

Andalusien ist immer eine Reise wert, ich war da komischerweise vorher noch nie. Alles was nicht überlaufener Strand voller Touristen ist, also vor allem die Berge und das Hinterland, sind sicher gut für einen mehrmonatigen Aufenthalt. Portugal steht ja nun auch noch aus. Mal sehen ob es mir gelingt, mich nächstes Jahr 6 Monate freizuschaufeln.

Die letzten Worte in diesem Text sollen sein:

Ich will einen Hund 🙂

Schrottbusse am Brandenburger Tor – Ist das Kunst oder kann das weg?

Dieses „Kunstwerk“ (Monument genannt) eines syrischen Künstlers stand vorher in Dresden auf dem Neumarkt. Diese drei Busse sind einer Barrikade im syrischen Aleppo nachempfunden.

Unabhängig von der politischen Diskussion und den wirklichen Hintergründen in Syrien – dieses „Kunstwerk“ ist einfach schlecht gemacht. Auf dem mittleren Bus klebt sogar noch die Sparkassenwerbung. Nun fordert ja niemand Einschusslöcher oder Granatenreste, aber das Ganze wirkt nicht besonders überzeugend, eher lieblos, oberflächlich, mithin populistisch.

Zum Glück wird es Ende November wieder abgebaut.

Meilensäule/ Spittelkolonnaden – Berlin Panorama

Konnte mich nicht entscheiden, ob mir diese Perspektive hier oder die mittige Version besser gefälllt….

Andorra

Auf dem Rückweg aus dem Süden Spaniens erreichen wir nach zwei Tagen die spanisch-französische Grenze. Schon in Spanien haben die ersten Strassenschilder Richtung Andorra zu Überlegungen und (Zeit-)Rechnerei geführt, ob wir daas spontan noch unterkriegen. Kaum in Frankreich, verlassen wir also die Autobahn und fahren in die Pyrenäen Richtung Andorra La Vella. Übrigens die höchstgelegenste Hauptstadt Europas.

Wir schon so oft auf dieser Reise, ist die reine Strecke mit kaum 250 Kilometer eher vernachlässigbar. Da es aber nur bergauf und durch viele viele (enge) Kurven geht, dauert das dann auch wieder vier Stunden. Allerdings kriegt man echt viel geboten auf dieser Strecke, wir sind sehr positiv überrascht: Nur wenig Besiedlung, weite grüne Landschaften, man fährt über etliche Bergpässe und ausnahmslos über sehr gut ausgebaute und gepflegte Strassen. Macht Laune!

Andorra insgesamt ist ein Reiseziel für sich – diesmal jedoch haben wir ausser für ein paar Foto-Stops nicht wirklich Zeit, und sehen zu dass wir nach Andorra la Vella kommen. Dort finden wir schnell einen bewachten Parkplatz, und stromern entspannt ein paar Stunden durch die Stadt. Zum Abend suchen wir einen Parkplatz in den die Stadt umschliessenden Bergen, weil ich ein Stadtpanorama machen will.

Am nächsten Morgen noch ein Pano, und dann gehts auch schon weiter Richtung Berlin.

Landschaftsfotostop unterwegs…

Bei der Ausreise aus Andorra werden wir wieder mal rausgewunken und kontrolliert. Allerdings ist man wesentlich freundlicher zu uns als es die Guardia Civil bei ihren zahlreichen Kontrollen war. Man beschränkt sich auf einen Blick ins Auto, ohne weiter in Taschen oder Schränke gucken zu wollen.

Am späten Nachmittag erreichen wir die Provence, die eigentlich nur „ein kleiner Umweg auf dem Weg nachhause“ sein sollte. Trotz Navi verfahren wir uns total, ausserdem wird das Wetter schlecht, ein starkes Gewitter zerschlägt unsere Idee hier noch ein paar Stunden zu haben.

So bleibt es bei einem Beweis-Panorama vom berühmten Aquädukt von Roquefavour, bevor wir am nächsten Morgen früh den Motor anwerfen und unwillig, aber notwendigerweise Richtung Berlin rollen.

Kaum bei Neuenburg über die Grenze auf der A5 wieder in Deutschland, stehen wir dauernd in langen Staus. Wirklich seltsam – vor über zwei Monaten haben wir Deutschland verlassen, und in Frankreich, Spanien, Gibraltar oder Andorra, nicht einen einzigen Stau erlebt, weder auf Landstrassen noch auf Autobahnen.

Spät abends erreichen wir Crailsheim, wo wir eigentlich Freunde treffen wollten. Das tun wir zwar auch – aus einem gemütlichen langen Abend wird aber nur ein gemeinsames Essen und eine Runde durchs Dorf. Wir sind spät dran, unsere Trödelei sorgt jetzt dafür, dass wir etwas müssen – nämlich Strecke machen.

Die Fahrt von Crailsheim nach Berlin am nächsten Tag verläuft aber problemlos. Schon mittags stellen wir das Auto nach fast genau drei Monaten und etwas über 11.000 Kilometer wieder vor der Haustür in Berlin ab. Es regnet, die Leute sind meist schlecht gelaunt – ein echter Kulturschock. Nach drei Monaten nur draussen und im Auto, fällt es mir darüber hinaus etwas schwer, mich wieder an die Wohnung zu gewöhnen.

In den nächsten Tagen werd ich noch ein paar Worte zur Reise im allgemeinen schreiben – Freiheit, Organisation, arbeiten unterwegs und ein paar outtakes 😉

„Weine nicht dass es vorbei ist, freue Dich dass es passiert ist.“

Panoramen im Berliner Regierungsviertel

Normalerweise ist das Beriner Regierungsviertel an der Spree eine Location, die ich auch sehr gerne für meine Nacht– und Panorama-Workshops verwende. 

Als neulich die sog. „Sondierungsverhandlungen“ nach der Bundestagswahl stattfanden, hiess es für viele Fotografen tagelang, darauf zu lauern dass unsere Volksvertreter sich auf dem Balkon des Reichstagspräsidentenpalais zeigen und huldvoll zum gemeinen Volk herabwinken… Ihr wisst nicht, was das Reichstagspräsidentenpalais ist? Macht nix, wusste ich bis dahin auch nicht, kannte es nur als Sitz der „Parlamentarischen Gesellschaft“. Jedenfalls ist es der Altbau links neben dem Reichstag. Balkon und Hauptsaal (dort sassen die bekannten Gesichter) befinden sich unter der rot erleuchteten Fensterreihe.

Ergebnis: Eine fette Erkältung und genug Bilder aus der Gegend für ein paar Jahre, glaub ich 😉

Berlin Gendarmenmarkt – Panorama

Das bekannte und beliebte Motiv, mal in schwarz-weiss. Morgens um 2 sind dann auch die letzten Menschen dort verschwunden.

Sonnenaufgang in Berlin – Panorama

Wie immer: KLICK auf das Bild für eine grössere Ansicht…

Tarifa

Nach einigen schönen Tagen in Gibraltar bzw dem spanischen Pendant La Linea zuckeln wir weiter nach Tarifa. Die am südlichsten gelegene Stadt des europäischen Festlandes. Es sind kaum 30 Kilometer von Gibraltar aus – und kaum entspannt in Tarifa angekommen, werden wir gleich erstmal wieder von der Guardia Civil angehalten und routinemässig kontrolliert. Man beschäftigt sich intensivst mit unseren Ausweisen und den Fahrzeugpapieren, bemüht ausdauernd das Funkgerät, und läuft dabei etwa zehn mal um das Auto herum. Immerhin verzichteten die freundlichen Herren in Uniform auf einen Blick in den Kühlschrank, man begnügt sich mit einem oberflächlichen Blick ins Fahrzeug…

Aufgrund seiner Lage nahe Afrika, war Tarifa immer wieder Brennpunkt bedeutender geschichtlicher Ereignisse. Sehr viel davon kann man sehen, wenn man durch die Altstadt und entlang der Küste läuft.Der afrikanische Kontinent und sein Rif-Gebirge ist nur 14 Kilometer entfernt und bei gutem Wetter leicht zu sehen.

Im Hafen von Tarifa starten/ enden Fähren nach/ aus Marokko. Den Tagesausflug nach Marokko hatten wir auch vor, und wollten dafür in einem der Läden dort dafür Tickets erwerben. Im ersten Laden gab man uns zu verstehen, dass (angeblich) die nächsten zwei Wochen alles ausverkauft ist. Im zweiten Laden wollte man weder Englisch noch Französisch sprechen, nur Spanisch, was keiner von uns kann. Auch gestikulieren und zeigen mit den Fingern auf die „Angebote“ (in Englisch, Deutsch, Französisch, Arabisch…) hat nicht wie sonst weitergeholfen – man wollte wohl nicht. Sehr ungewöhnlich. Wirklich „witzig“, ein Angebot für Touristen ohne englischsprachiges Personal. Ebenso erging es uns mit den Touren, die Whalewatching anboten: Dort sprach man zwar Englisch, in den nächsten drei Tagen sei aber aufgrund irgendwelcher Wetterverhältnisse leider nicht mit Tierbeobachtung zu rechnen. Okay, immerhin fair dass man uns darauf hinweist, und nicht für absehbar nichts abzockt.

Also erstmal schönen Parkplatz suchen, und dann Altstadt in Ruhe angucken:

Strassenname in der Altstadt von Tarifa 😉

Tarifa ist einer der Hotspots in Europa für die Kiter/ Surferszene. Das ist aber längt auch eine Massenveranstaltung – zu jeder Zeit stapeln sich die Surferbusse auf den Parkplätzen, sind die Strände mit Surfschulen und ihren Schülern gut belegt.

Wir finden ein sehr leckeres und angenehm etwas abseits gelegens Restaurant, lassen den Tag später am Ende der Hafenmole mit spanischem Bier und Blick auf den Leuchtturm von Tarifa ausklingen. Als wir so die Lichter von Afrika im Hintergrund sehen, ärgere ich mich doch darüber, dass man uns zwei Touris nicht spontan auf einer der Fähren unterbringen kann, und wir beschliessen, da morgen in diesem Laden nochmal nachzuhaken.

Der Plan zerschlägt sich aber – alle Läden haben bis um 14 Uhr geschlossen. Okay, es soll wohl nicht sein….ärgerlich, aber nicht zu ändern, wozu aufregen oder noch Zeit verschwenden. Ein paar Kilometer von Tarifa entfernt soll es eine historische Ruinenstadt der Römer direkt am Mittelmeer geben. Da wir keine Lust haben, faul am Strand rumzuliegen, erscheint dies als lohnenswertes Ziel. Die Ruinenstadt heiss „Baelo Claudia“ und liegt direkt an einem schönen weitläufigen Strand, zu dem auch noch das offizielle Naturdenkmal „Sanddüne“ gehört. Die ist zwar „effektiv“ nur etwa 30 Meter hoch, aber irgendwie fordert das hochstapfen dort richtig Kraft.

Blick von der Düne:Endlose Pinienwälder….

Die Ruinen und ein Museum zu der Römerstadt „Baelo Claudia“, seinerzeit wohl ein gesellschaftliches und wirtschaftliches Zentrum in der Gegend, können von EU-Bürgern kostenlos besichtigt werden (weil die EU die gesamte Ausgrabung bezahlt, wie man erfährt). Man will unsere Ausweise sehen, und wir dürfen uns dann auf dem weitläufigen Gelände frei bewegen. Ich schrieb es ja irgendwo während der Reiseberichte hier schonmal – ich für mich bin ja überzeugt im falschen Jahrhundert oder Jahrtausend geboren zu sein 😉 Und wenn ich dann so über die freigelegten Steine einer 2000 Jahre alten Strasse oder durch die Säulengänge von Tempelresten gehe, vor meinem inneren Auge so einen Römer in seiner Tunika geschäftig entlangschreiten sehe, oder Händler ihre Fische feilbieten, weiss ich auch wieder warum 😉 Wer also mal dort in der Gegend ist – so oder so unbedingt angucken!

Da wir einen schönen Parkplatz und genug Vorräte an Bord haben, beschliessen wir, für heute hier zu bleiben und verbringen den Tag doch noch am Strand und vor allem im Wasser 😉 Abends ist der kilometerlange Strand fast menschenleer, und wir geniessen Ruhe und Freiheit.

Am nächsten Morgen herrscht sehr starker Wind. Wir haben noch genau 7 Tage bis wir wieder in Berlin sein müssen, das Navi sagt runde 3200 Kilometer Strecke. Da wir eigentlich gar nicht weg wollen, auf die Rückfahrt aber auch keine Lust haben, aber auch wissen was da vor uns liegt, kurven wir dort noch ein bisschen durch die Gegend. Allerdings schon irgendwie unmotiviert, immer die anstehende notwendige Rückfahrt im Hinterkopf. Inzwischen ist es auch überall recht voll geworden, mal spontan irgendwo Parken wird auch immer schwieriger. Und als die Guardia Civil uns mittags in Trafalgar anlasslos nochmal eingehend kontrolliert, reicht es dann. Als ob wir wie Flüchtlingshelfer aussehen *grummel*. Wir befüllen das Auto und die Vorräte, unser schöner Parkplaz in Tarifa ist noch/ wieder frei – ein letzter Tag und eine letzte Nacht noch, bevor es Richtung Heimat geht.

Über den sehr wichtigen offiziellen Wegscheucher mit seinem Quad am nächsten morgen um 6 Uhr, der alle Parker mit lautem ans Auto klopfen aufweckt, sie betont grimmig anguckt, Fotos von den Fahrzeugen macht und sich Autonummern aufschreibt, lachen wir nur noch. Ein Strafzettel dazu ist übrigens nie gekommen.

Innerhalb von zwei Tagen sind wir an der spanisch-französischen Grenze und beschliessen dort spontan, einen Umweg über Andorra zu machen.

Frankfurt/ Main – Skyline

Immer eine Reise wert

Berlin Breitscheidplatz Panorama

Noch eine etwas andere Version, eine halbe Stunde vor der blauen Stunde.